Apple ist spitze.
Hm. Da dachte ich doch, dass Apple ein Betriebssystem fabriziert, dass es dem Anwender ermöglicht, sorgenfrei und “einfach drauf los” zu arbeiten, ohne sich um Ordnerstrukturen, Filesysteme, Partitionen etc. zu kümmern. Irgendwie liege ich da wohl falsch.
Inzwischen kann ich Aperture nicht mehr nutzen, da mein “Startvolume” voll ist. Eigentlich kann ich gar nix mehr nutzen, weil das Startvolume voll ist. Ich stelle mir gerade vor, wie ein durchschnittlicher Mac-User das wohl interpretiert: “Hülfe, meine Platte ist voll, ich brauch einen neuen Mac!”.
Zugegeben, ich habe bei der Installation von MacOS versucht, meine Erfahrungen im Bereich Betriebssysteme mit einfliessen zu lassen und habe – entgegen der per default vorgeschlagenen einen Partition – gleich zwei Partitionen angelegt. Eine für das Betriebssystem, eine für meine persönlichen Daten und Einstellungen. Das hat sich seit Jahren sowohl unter Windows als auch unter Linux bewährt: Wenn eine Neuinstallation des Betriebssystems notwendig war (bei Windows eigentlich alle 6-12 Monate, je nachdem, wieviel man mit dem System arbeitet; bei Linux alle 6 Monate, weil dann eine neue Version der Distribution erscheint und ich mit “sudo apt-get dist-upgrade” schlechte Erfahrungen gesammelt habe), konnte ich gewiss sein, meine persönlichen Daten nicht überschreiben zu müssen. Früher habe ich noch meine Daten-Partition weiter unterteilt, aber früher oder später stößt man dann hier und dort an Grenzen, während an anderer Stelle Platz ohne Ende zur Verfügung steht.
Nun scheint es so zu sein, dass einige Programme unter MacOS doch jede Menge “temporärer” Daten auf dem Startvolume ablegen, und ich finde diese Daten einfach nicht, und ich finde auch keine Möglichkeit, dieses Verhalten umzustellen. Da bestätigt sich doch wieder das Vorurteil gegenüber MacOS, dass wesentlich Einstellungen dem Benutzer gegenüber verbogen bleiben.
Zum Glück gibt es ja “Time Machine” – seit ich MacOS einsetze, erstellt Time Machine stündlich ein Backup meiner gesamten Daten auf einer 500 GB Platte. Leider habe ich bisher nie MacOS neu installiert und anschließend meine Daten aus diesem Backup zurück geholt – zumal ich ja jetzt andere “Volumes” nutzen werde und sich damit die Verzeichnisstruktur doch deutlich ändert.
Keine Ahnung, ob das alles so funktioniert, aber ich werde wohl jetzt MacOS 10.5 (ich bin noch beim Leoparden und nicht bei dem Schneeleoparden) neu installieren und ich hoffe inständig, dass ich ein wenigen Stunden wieder alle Programme am fliegen habe mit allen Einstellungen, Daten etc.. Wenn mir auch nur eine E-Mail, ein Skype-Chat-Protokoll oder auch nur ein Foto verloren geht, dann habe ich ja “Time Machine” und sollte – so die Theorie – daraus mein gesamtes System wieder herstellen können, wie es sich heute darstellt.
Drückt mir die Daumen…